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Drastische Einschnitte in der sächsischen Jugendarbeit
Veröffentlichungen u. a. in der Sächsischen Zeitung (SZ) zu den Sparmaßnahmen im Etat des Sächsischen Sozialministeriums machen deutlich, dass auf die Jugendhilfe im Freistaat in diesem Jahr erhebliche Kürzungen zukommen.
Betroffen sind einerseits die landesweiten Träger der Jugendhilfe und andererseits die Kommunen und Landkreise. Erstere sollen direkte Kürzungen ihrer Budgets hinnehmen, während die Kommunen und Landkreise durch die so genannte Jugendpauschale erhebliche Defizite bedrohen. Die Landeshauptstadt Dresden erhielt im vergangenen Jahr 14,30 Euro je Kind / Jugendlicher. Dies sind bei 143.000 jungen Menschen 2.044.900 Euro. Die beabsichtigte Kürzung der Jugendpauschale auf 10,40 Euro spült rund 558.000 Euro weniger in die Kassen der Landeshauptstadt.Wie Sozialbürgermeister Martin Seidel heute der SZ sagte, müssten in der Stadt in der Folge vier bis fünf Jugendhäuser schließen oder 13 bis 14 Sozialarbeiter/-innen entlassen werden. Seidel empfahl dem Sozialministerium in der SZ, seine Position nochmals zu überdenken.
Der Dresdner Jugendhilfeausschuss will sich voraussichtlich am 04.03.2010 mit der Beschlussvorlage zur Förderung freier Träger befassen. Allerdings muss diese Vorlage nun den neuen finanziellen Rahmenbedingungen angepasst werden, was zu Verzögerungen führen kann.
Bedenklich erscheint überdies die Informationspolitik des Sozialministeriums, das sowohl die Jugendämter wie auch die landesweiten freien Träger der Jugendhilfe im Unklaren lässt.
Nachfolgend Links zu bisherigen Veröffentlichungen zum Thema (Auswahl):
Sächsische Zeitung, 09.02.2010: "Proteste gegen Kürzung der Jugendhilfe"
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2383637
Sächsische Zeitung, 09.02.2010: " Stadtjugendring warnt vor heftigen Einschnitten"
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2383461
Sächsische Zeitung, 10.02.2010: "5 Dresdner Jugendhäusern droht das Aus"
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2384145
Carsten Schöne


